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Bericht: Mini-Konzertreise nach Genf und Umgebung

Gruppenbild im CERN
Gruppenbild vor den Vereinten Nationen
Reformationsdenkmal in Genf
Vortrag beim UNHCR
Eine Polka im Gepäck
Das Genfer Wahrzeichen im Gastgeschenk der MMM verewigt
Château Voltaire in Ferney-Voltaire
Gruppenbild in einem der drei Schlafsäle
Lebensechtes Anschauungsmaterial im CERN
Speisen wie Gott in Frankreich ... und der Schweiz

Am Donnerstag, den 31. Mai, startete der Bus bereits in den frühen Morgenstunden in Richtung Meyrin, einer Gemeinde im Kanton Genf in der Schweiz an der Grenze zu Frankreich. Den Mittelpunkt bildeten zwei Konzerte, die die Gersthofer Blasharmoniker mit einem Orchester aus Meyrin und einem französischen Partnerorchester bestritten.

 

Untergebracht waren wir während des Aufenthalts in der kommunalen, unterirdischen Zivilschutzunterkunft der Stadt Meyrin, die liebevoll den Namen „Bunker“ erhielt.

 

Das Orchester Musique Municipale de Meyrin (MMM) feierte am Freitag sein 110-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumskonzert, das in einem außergewöhnlichen Rahmen stattfand. Zwischen den Musikbeiträgen der beiden Orchester, die jeweils eine Hälfte des Konzerts gestalteten, wurde dem Publikum ein mehrgängiges Dinner serviert. Vor dem Dessert beschlossen die Musiker der MMM zusammen mit den Blasharmonikern das Konzert mit zwei gemeinsamen Zugaben: „Auf der Vogelwiese“ und „Les Sardines“, ein überaus populärer französischer Song. Im Anschluss ließen auch wir uns das von der MMM spendierte Essen schmecken.

 

Am nächsten Abend stand das Konzert zusammen mit der Société de Musique de Ferney-Voltaire (SMFV), einem Orchester aus dem Städtchen Ferney-Voltaire in unmittelbarer Nähe zum Genfer See, an. Nach einer Anspielprobe am späten Nachmittag gemeinsam mit der SMFV durften die Blasharmoniker zunächst den Klängen des französischen Partnerorchesters lauschen, ehe wir die zweite Hälfte des Konzerts zu bestreiten hatten. Zum Schluss des Konzerts begeisterten die Musiker beider Gruppen das reichlich applaudierende Publikum mit zwei gemeinsamen Zugaben.

 

Neben den musikalischen Highlights erwartete uns eine Führung durch die Genfer Innenstadt mit Abstecher zum Ufer des Genfer Sees, wo wir die Fontäne Jet d'eau und die berühmte Blumenuhr bewundern konnten, sowie durch das CERN. Des Weiteren besuchten wir das Besucherzentrum des Hochkommissars der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (United Nations High Commissioner for Refugees, UNHCR). In einem etwa 90-minütigen Vortrag erfuhren wir mehr über die Struktur und den Auftrag der Organisation und erhielen Einblicke in die Lebenssituation der Bevölkerungsgruppe der Rohingya in Myanmar.

 

Außerdem stand eine Führung durch das „Château de Voltaire“ in Ferney-Voltaire auf dem Programm. Der französische Philosoph und Schriftsteller Voltaire lebte hier von 1759 bis zu seinem Tod im Jahr 1778. Das kürzlich renovierte Gebäude besticht mit einer hübschen Fassade und einer schönen Gartenanlage mit Blick auf den Genfer See und das atemberaubende Alpenpanorama und gibt dank der historischen Einrichtung einen interessanten Einblick in die Lebensweise Voltaires.

 

Bevor es am Sonntagmittag wieder in Richtung Heimat ging, statteten wir der ostfranzösischen Stadt Annecy, die malerisch am Fuß der Alpen und am Ufer des Lac d'Annecy liegt, einen Besuch ab. Nach einem Bummel über den örtlichen Markt und einem Spaziergang durch die Altstadt ließen wir die kurze Auslandsreise bei strahlendem Sonnenschein, schippernd auf dem unfassbar blauen Wasser des Sees, ausklingen.

 

Dank gilt an dieser Stelle den Organisatoren und Verantwortlichen aller drei Orchester, die diese Reise initiiert und für ihren reibungslosen Ablauf gesorgt haben.

 

(Für Leseratten gibt es auch einen ausführlicheren Reisebericht.)

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