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Kroatien
Kroatien
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Tournee zu Winnetous Jagdgründen
gestalteten wir ein Konzert im Theater Zorin Dom, das nach dem Krieg
aufwendig restauriert worden war.
Gerade in Karlovac, einer Frontlinie im serbisch-kroatischen
Krieg, sind noch heute an fast jeder Häuserfassade Spuren der Gewalt und
Zerstörung zu sehen, wie die Musiker bei einer Stadtführung deutlich erkennen konnten.
Bei einem deutsch-kroatischen Abschiedsfest zeigte sich die Musik dann auch als Sprache der
Völkerverständigung, ehe unser Orchester die Weiterreise nach Ivanic-Grad antrat.
Bei einer Reise durch Kroatien darf natürlich auch der Besuch der Hauptstadt Zagreb nicht
fehlen. Bei einer Stadtführung besichtigten wir unter anderem auch die Kathedrale, das
Wahrzeichen der Stadt.
Nach den terminreichen Tagen gönnten wir uns auf der Adria-Insel Rab zwei Tage
Erholung, bevor wir zu unserer letzten Etappe nach Novi-Vinodolski aufbrachen. Beim dortigen
Blasmusikwettbewerb der 16 besten Orchester des Landes traten die Blasharmoniker als
Ehrengäste auf, und konnten die Zuhörer von ihrer hohen Qualität überzeugen.

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China
China
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Zu einer beeindruckenden Konzertreise brachen wir Ende August 2006 nach China auf.
Die Eingewöhnung in diesen völlig anderen Kulturkreis gestaltete sich erstaunlich leicht.
Neben dem fremden Essen und dem scheinbar in sich selbst kollabierenden
Straßenverkehr waren wir sehr gespannt, wie unsere Musik in diesem fremden Land ankommen würde.
Den musikalischen Höhepunkt aber bildete eindeutig der Auftritt auf dem Government
Square in Shenyang. Dort spielten wir ein eineinhalbstündiges Konzert
inklusive bayerischer Folklore (auch bekannt unter 'Schuabladln') vor etwa 5000 Zuhörern.
Die sonst eher reservierten Chinesen gingen am Schluss so aus sich heraus, dass wir
erst nach mehreren Zugaben von der Bühne gelassen wurden.
Unsere Blasharmoniker-Aufkleber fanden danach reissenden Absatz,
und auch unsere Wasserflaschen waren wohl sehr interessant...
Nach dem Abschiedsabend in Shenyang führte uns die Reise weiter in die Hauptstadt Beijing (Peking), wo
im Jahre 2008 die Olympischen Sommerspiele stattfinden. Es erstaunte uns nicht nur die momentan
immense Bauaktivität der 14-Millionen-Metropole, sondern auch die historischen Bauten aus den Kaiserdynastien.
Neben den Sehenswürdigkeiten und Auftritten blieb selbstverständlich auch genügend Zeit für Shopping,
die für die harten Verhandlungen am Tresen auch bitter nötig war.
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Watt, Wind und Wir
Watt, Wind und Wir
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Im nordfriesischen Wattenmeer liegt vor der Westküste Schleswig-Holsteins die stille Schwester
der großen lebhaften Inseln Sylt, Föhr und Amrum: Pellworm - die grüne Insel
Manche konnten schon am ersten Tag dem Ruf des Wassers nicht widerstehen und machten sich in der
Dunkelheit noch auf den Weg zum Meer - war aber garnicht so einfach...
Bis weit in die Früh hinein belagerten wir die Tanzfläche und natürlich auch die Bar.
Montag war Ruhetag, ein Tag ganz für uns allein. Einige machten sich mit dem Rad auf den
Weg, andere rollten lieber auf kleineren Rädern dem Wind davon und die ganz anderen
sorgten für den Einkauf für unsere Grillparty am Abend. Und wie es immer so ist,
so gabs auch diesmal einen Schwerverletzten. Diesmal war es einer unserer Trompeter, der sein
Fahrrad schon nach 50 Meter auf die Straße legte. Wir kamen aber dann doch noch alle gesund
im Kinderhof an. Nach wunderschönen 4 Tagen ging unser Urlaub mit einer großen
Grillparty mit all unseren Gastgebern zu Ende. Der Bürgermeister ließ es sich nicht
nehmen, uns auch noch diese Party zu spendieren.|
Blasmusik und Krabben pulen
Blasmusik und Krabben pulen
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Nach erfolgreichen Auslandsreisen zog es die Gersthofer Blasharmoniker im Jahr 2000 nach
Bordelum in Nordfriesland. Dort besuchten wir den Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Bordelum.
Neben täglichen Standkonzerten war einer der musikalischen Höhepunkte die Serenade mit einem
anschließenden Bayerischen Abend auf dem höchsten Punkt Nordfrieslands, dem Stollberg
(44 Meter ü. N. N.). Mit standing ovations entließ uns das nordfriesische Publikum
erst nach mehreren Zugaben.
Jürgen Feddersen, Mitglied des Schleswig-Holsteinischen
Landtages sowie Bürgermeister und Kurdirektor der Insel Pellworm, fand so großen Gefallen an
unseren musikalischen Darbietungen, dass er uns spontan
für nächstes Jahr im Rahmen einer Konzertreise auf die Insel Pellworm einlud.
So wandelten wir in der Ausgrabungsstätte der ehemaligen Handelsstadt
Haithabu auf den Spuren der Wikinger. Auch ein Besuch in dem erst seit einem Jahr bestehenden
Wattforum Tönning durfte auf keinen Fall fehlen!
In einigen malerischen Städtchen konnten
wir die teilweise noch sehr traditionellen Lebensgewohnheiten der Nordfriesen erleben.
Sogar die Kunst des Krabbenpulens erlernten wir unter fachkundiger Anleitung
unserer Gastgeber. Unsere Anstrengung wurde mit einem Pharisäer, dem friesischen Nationalgetränk,
belohnt.
Heute schon freuen sich alle auf ein Wiedersehen anlässlich des diesjährigen
Jahreskonzertes zum 10-jährigen Gründungsjubiläum der Gersthofer Blasharmoniker.
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Namibia
Namibia
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Unter dem Motto "Musik kennt keine Grenzen" stand im August ´98 unsere dreiwöchige Konzertreise
nach Namibia auf dem Programm.
Natürlich gehörte auch ein touristisches Programm im Nationalpark (Etosha-Pfanne) zu unserer
erlebnisreichen Reise. Doch nicht nur die wilden Tiere der afrikanischen Steppe sondern
auch ein Schulbus aus Windhoek ließen die Fahrt zu einem unvergesslichen Abenteuer werden.
So gehörte zum morgendlichen Ritual in unseren Zeltlagern der Etosha-Pfanne mindestens eine
Busreparatur von unseren handwerklich begabten Musikern. Der Höhepunkt der etwa 3000 Kilometer
langen Tour mit dem Schülertransporter war erreicht, als der Bus wegen Ausfalls des
Luftkompressors beinahe ungebremst über die staubigen Straßen Namibias in Richtung Grotfontein rollte.
Dort erwarteten uns bereits auf einer nahegelegenen Straußenfarm saftig gegrillte Steaks des
zu 98% wirtschaftlich verwertbaren Vogels. Zum Abschluss des gelungenen Abends dachten wir an
die einprägsamen Worte unseres Bushman-Guides: "Das schmeckt lecker. Das mag der Bushman sehr!"
Wer von Euch jetzt auf den Geschmack gekommen ist, sollte mal in unserer Linkliste unter Namibia
schauen !!
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Auf den Spuren der Highlaender
Auf den Spuren der Highlaender
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Im August 1996 machte sich ein kleines Völkchen auf, um Schottland zu erobern.
Diesmal nicht mit Waffen, wie es dieser geschichtsträchtige Boden schon so oft erlebte,
sondern mit Musik. Von Gersthofen aus führte uns die Reise nach Hoek van Holland, Europas
größtem Fährhafen bei Rotterdam, von wo aus uns eine Fähre über Nacht nach Hull in England brachte.
Dort standen wir nun also auf der Insel, die schon Napoleon so gerne betreten hätte. Am Abend
desselben Tages hatten wir unser Ziel erreicht. Inverness - Am Ende der "Großen Schlucht" liegt
sie die "Hauptstadt der Highlands", jenes sagenumwobenen Landstrichs, der auch heute noch nichts
von seinem Mythos verloren hat. Die Stadt selber ist zwar nicht sehr alt, sogar die Burg
(zwar im alten Still erbaut) ist neueren Datums. Das frühere Castle war das Schloß von Macbeth,
der angeblich hier König Duncan im Schlaf ermordete. Die Städtepartnerschaft zwischen Inverness
und Augsburg jährte sich zum 40. Mal und so gaben wir im Rathaus ein vielbeachtetes Konzert, das
im Anschluß interessante Gespräche über die ereignisreiche Geschichte Schottlands mit Mitgliedern
des Stadtrats nach sich zog. Kein Wunder, daß wir uns aufmachten nach Culloden Moor, wo
1746 "Bonnie Prince Charlie", der vermeintliche Retter der Schotten, eine vernichtende Niederlage
erlitt. In knapp einer Stunde fielen über 1000 Schotten bei nur 50 Toten auf englischer Seite.
Natürlich führte unsere Reise auch ins Herz der Highlands, nach Loch Ness.
In Drumnadrochit (das Kaff heißt wirklich so) sahen wir die "Original Loch Ness Monster Exibition",
danach Urquart Castle, die Ruine einer der Zwingburgen König Edwards I. von England, und das Fort
Augustus, eine um 1727 ausgebaute Festung, aus deren Resten eine sehenswerte Abtei entstand,
die von Benediktinern der schottischen Kongreation von Regensburg errichtet wurde. Ein weiterer
Punkt der Reise war die "Ile of Skye" im Nordwesten Schottlands. "Nebelinsel" heißt die größte
Insel der äußeren Hebriden im Gälischen des Wetters wegen.
Uns zeigte sie sich von ihrer schönen Seite. Highlight unserer Visite auf Skye war Dunvegan Castle, der Stammsitz
der Mc Leods. Auf dem Weg dorthin kamen wir an Eilean Donan Castle vorbei, der Burg, die
für die Außenaufnahmen des Films "Highlander" diente. Der Held des Films, der unsterbliche
Connor Mc Leod hat dort nie gelebt, aber diese Burg ist auch unserer Meinung nach eine der
beeindruckendsten Schottlands. Der wirkliche Stammsitz der Mc Leods, Dunvegan Castle ist die
älteste noch bewohnte Burg Schottlands (seit dem 13. Jh. im Besitz der Familie) und hält in
ihrem Inneren so manches Kleinod verborgen. Typisch schottische Natur sowie fast lebendige
Geschichte bot die Gegend um Glencoe, wo wir inmitten der wunderschönen Berge der Highlands
zelteten. Hier fand das grausige Massaker von Glencoe statt, dem viele schottische Clanführer
zum Opfer fielen.
Natürlich durfte eine Tour durch eine echte Whiskydestille nicht fehlen.
Wir besuchten die Geburtsstätte des "Gen Ord" in Muir of Ord und ließen uns in die Geheimnisse
der Herstellung des "Wassers des Lebens", wie Whisky auf gälisch heißt, einweihen. Bei den
Highland-Games, einer Art Olympiade traditioneller schottischer Sportarten, fielen einige
von uns mit ihren Lederhosen zwar auf, doch konnten sie die "coolen" Schotten damit nicht
aus der Ruhe bringen. Schlußpunkt unserer Reise war Edinburgh, die Hauptstadt Schottlands,
die überragt von einer 1400 Jahre alten Burg diesen Titel wirklich verdient hat. In der
Burg lebte einst Maria Stuart und diese Burg beherbergt heute noch die schottischen Kronjuwelen.
Solides Mittelalter begleitete uns durch die Altstadt, die wir nachts bei einer "Ghost-Tour"
erkundeten, um tags drauf nach Gersthofen zurückzukehren.
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Russland
Russland
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Die Gersthofer Blasharmoniker in Kooperation mit der DJO-"Deutsche Jugend in Europa" hatten
die einmalige Gelegenheit auf Einladung der Samara Jugendunion eine Reise nach Russland in
den Jahren 1994 und 1995 zu unternehmen. Anlass der Reise war das größte russische Folkfestival
in den Wolgaauen von Samara jeweils am 1. Juli-Wochenende. Die Kontakte nach Russland bestehen
seit 1993 über die Samara Jugendunion sowie die germanistische Fakultät der Universität Samara.
Die bereits 1994 durchgeführte internationale Jugendbegegnung mit Folklorecharakter wurde 1995
durch eine weitere Reise vertieft. Nach einem Empfang in Moskau und einer Übernachtung ging
es weiter ins Landesinnere nach Samara. Die Stadt Samara mit ca. 1 Mio. EW liegt 1000 Kilometer
südöstlich der Hauptstadt Moskau direkt an der Wolga. Die Gersthofer Blasharmoniker sowie die
DJO- "Deutsche Jugend in Europa" hatten über die Kontakte zur Samara Jugendunion die Möglichkeit,
einige Einrichtungen der Jugendarbeit zu besuchen.
Unter anderem konnte ein Jugendpionierlager
besichtigt werden, wobei diese Gelegenheit für ein Standkonzert und einen Tanzworkshop genutzt wurde.
Von Samara aus ging es mit dem Vorstadtzug Richtung Grushin-Festival. Grushin ist einer der
berühmtesten russischen Liedermacher, der beim Versuch, ertrinkende Kinder aus der Wolga
zu retten, selbst sein Leben verlor. Im Gedenken an diesen berühmten Liedermacher wird jährlich
mit wachsender Resonanz das Grushin-Folklore-Festival durchgeführt. Zu Zeiten des kalten Krieges
noch verboten, erfreut sich seit Perestroika und Glasnost dieses Festival einem immensen
Besucheransturm. Alle teilnehmenden Gruppen werden in einer riesigen Zeltstadt untergebracht
und müssen sich in Vorentscheidungen für den großen Finalauftritt auf der Wolgabühne qualifizieren.
Die Gersthofer Blasharmoniker durften als erste deutsche Gastgruppe beim großen Grushin-Finale
auf der Wolgabühne vor 120.000 Zuhörern ihr Können beweisen. Die musikalischen Darbietungen
wurden vom gesamtrussischen Fernsehen bis an die chinesische Grenze übertragen.
Ebenfalls konnten auf allen Radiosendern in Russland Ausschnitte der Konzertbeiträge gehört werden.
In allen einschlägigen Presseorganen in Russland wurde über das Grushin-Festival berichtet und
in fast jedem Artikel wurde der Beitrag der Gersthofer Blasharmoniker hervorgehoben.
Die vielen Gespräche am Lagerfeuer mit russischen Studenten und russischen Künstlern sowie die extreme
Fähigkeit zur Improvisation unserer Gastgeber und die Herzlichkeit des Publikums hinterließ tiefe
Eindrücke bei den Teilnehmern dieser Reise. Selbst Jahre nach der mittlerweile legendären
Russlandfahrt sind die Erlebnisse immer noch Gesprächsthema so mancher gemütlichen Runde.
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