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Serenade 2017: Zugabe bitte!

Standing Ovations im Nogent-Park
Musizieren bei sommerlichen Temperaturen – zum Glück im Schatten
Na, wer will denn da einen Blick auf das Programm erhaschen?
Andreas Landau begrüßt das Publikum
Walter Hochmuth führt wie immer souverän durchs Programm
Damit keine Zweifel aufkommen, wer wir sind ...
Auch das Publikum lässt sich musikalisch von Uli Fischer leiten

Eigentlich sind Zugaben ein Schmankerl für das begeisterte Publikum am Ende eines Konzerts. So dachten sich die Blasharmoniker, warum nicht eine ganze Serenade dem Thema „Zugabe“ widmen?

 

Vergangenen Samstag luden die über 60 Musiker wieder in den Nogent-Park zu ihrer alljährlichen Serenade. Petrus war dem Orchester wohlgesinnt, und so konnte der erste Vorsitzende Andreas Landau die zahlreich erschienenen Zuhörer bei herrlichem Sonnenschein begrüßen. Neben einem akustischen Genuss für anspruchsvolle Ohren servierte das Orchester auch gekühlte Getränke sowie süße und deftige Leckereien.

 

Zu Beginn durften sich die tiefen Blechbläser im Marsch „Them Basses“ freudig austoben. Hohen Wiedererkennungswert gab es mit den Filmmusiken zu „Ghostbusters“, „Chicken Run – Hennen rennen“, „Mission: Impossible“ und „Rocky“. Beim „Wild Cat Blues“, einem launigen Dixieland-Solo für Klarinette, zeigten Heike Einmüller, Pia Landau und Julia Szemerits ihr Können auf ihrem Instrument. Zur „South Rampart Street Parade“ fehlten nur noch die beliebten Figuren aus den Disney-Parks, die man vor dem geistigen Auge vorbeiziehen sehen konnte. In diesem Parademarsch glänzten Carolin Röhrle (Flöte), Julia Szemerits (Klarinette) und Roland Frosch (Trompete) mit solistischen Passagen. John Philip Sousas „The Stars And Stripes Forever“ wurde ebenso zackig und mit viel US-amerikanischem Pathos interpretiert. Das von der Renaissance-Architektur inspirierte „Palladio“ von Karl Jenkins beschwor mit seinem Concerto-grosso-Stil Erinnerungen an barocke Festlichkeiten herauf. Mit „Pinball Wizard“ von The Who gaben die Blasharmoniker ein Stück aus ihrer letztjährigen Serenade rockig zum Besten. Die Zugabe der Berliner Philharmoniker schlechthin nahm sich das Orchester zum Vorbild und bot dem aufmerksamen Publikum mit „Berliner Luft“ einen Marsch zum Mitpfeifen.

Bevor Walter Hochmuth, der informativ durch das Programm führte, das Publikum nach reichlich gespendetem Applaus in die laue Nacht verabschiedete, durfte getreu dem Motto des Abends natürlich eines nicht fehlen: die Zugaben zum Zugaben-Konzert! Und so begeisterten die Gersthofer Blasharmoniker unter der souveränen Leitung ihres Dirigenten Ulrich Fischer mit „The Saints‘ Hallelujah“ und einem der vielen Hits der Toten Hosen, „Tage wie diese“. Hierbei konnte auch das Publikum, animiert durch die Sangeskraft der Orchestermitglieder, kräftig mitsingen.

Besonders beeindruckt zeigten sich die Zuhörer vom ausgewogenen Klang und der greifbaren Spielfreude, die das Orchester auch trotz der nicht ganz einfachen akustischen Verhältnisse im Freien zum Ausdruck brachte.

 

Wer die Blasharmoniker wieder hören möchte, hat dazu bereits am Sonntag, 09.07.2017, Gelegenheit. Gemeinsam mit dem Jugendorchester Gersthofen Schwäbische Bläserbuben veranstalten diese ein „Konzert der Begegnung“ unter der Mitwirkung des israelischen Komponisten und Dirigenten Eitan Avitsur. Im Herbst, am Samstag, den 25.11.2017, präsentieren die Gersthofer Blasharmoniker ihr traditionelles Jahreskonzert in der Stadthalle Gersthofen unter dem Motto „Zu den Sternen“.

 

(Bilder: Christian Geier und Marc Schäfer)

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