Konzertreisen

Tief im Norden

Im Jahr 2000 präsentierten wir bayerische Blasmusik in Nordfriesland und durften die nordische Gastfreundlichkeit erleben.

 

Nach einigen Auslandsreisen zog es uns Blasharmoniker im Jahr 2000 nach Bordelum in Nordfriesland. Dort besuchten wir den Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Bordelum. Neben täglichen Standkonzerten war einer der musikalischen Höhepunkte die Serenade mit einem anschließenden bayerischen Abend auf dem höchsten Punkt Nordfrieslands, dem Stollberg (44 Meter ü. N. N.). Mit Standing Ovations entließ uns das nordfriesische Publikum erst nach mehreren Zugaben.

 

Jürgen Feddersen,Mitglied des Schleswig-Holsteinischen Landtages sowie Bürgermeister und Kurdirektor der Insel Pellworm, fand so großen Gefallen an unseren musikalischen Darbietungen, dass er uns spontan für das darauffolgende Jahr im Rahmen einer Konzertreise auf die Insel Pellworm einlud. Neben der Musik standen auch zahlreiche kulturelle und naturkundliche Exkursionen auf dem Programm. So wandelten wir in der Ausgrabungsstätte der ehemaligen Handelsstadt Haithabu auf den Spuren der Wikinger. Auch ein Besuch in dem damals seit einem Jahr bestehenden Wattforum Tönning durfte auf keinen Fall fehlen! In einigen malerischen Städtchen konnten wir die teilweise noch sehr traditionellen Lebensgewohnheiten der Nordfriesen erleben. Sogar die Kunst des Krabbenpulens erlernten wir unter fachkundiger Anleitung unserer Gastgeber. Unsere Anstrengung wurde mit einem Pharisäer, dem friesischen Nationalgetränk, belohnt.

 

Im Oktober 2003 besuchte uns dann eine Abordnung des Feuerwehrmusikzuges in Gersthofen. Früh morgens hießen wir unsere Gäste mit einem Weißwurstfrühstück willkommen, ehe wir zusammen zur Stadtbesichtigung nach Augsburg fuhren. Für das weitere Programm hatten die Friesen den Schwerpunkt
auf bayerische Kultur gelegt: Das Schloss Neuschwanstein, Kloster Andechs und die Wies‘n standen auf dem Plan und wurden akkurat „abgearbeitet“. 

 

Was 1986 in einer Bundeswehrkaserne in Flensburg mit der Freundschaft eines nordfriesischen Trompeters (Dirk Paulsen) und eines bayerischen Posaunisten (Karl-Heinz Herget) begann, hat bis zum heutigen Tag Früchte getragen. Viele neue Freundschaften sind entstanden und werden in regelmäßigen Besuchen gepflegt, denn eins sei noch gesagt: Auch wenn‘s nur wenige kennen, Bordelum ist eine Reise wert!

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